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Sportreferat: Europe Cup Kirchheim
Geschrieben am Montag, 12 Juli 2010 @ 00:47:37 CEST
Nationalteam der Jugend Vom 9.-12.7 fand der Europa Cup der Jugend in Kirchheim (DE) statt. Auch Dank einer gemeinsamen Anstrengung mit den Wiener Verbänden WDV & VDC konnten wir heuer wieder ein Jugendteam der Burschen entsenden. Insgesamt 16 Nationen traffen sich um ihrer Jugend einen direkten Vergleich zu ermöglichen. Hier nun der Reisebericht.

Fotos zur Verfügung gestellt vom Präsidenten des Bayrischen Dartsverbandes, Ingo Schmidt, sind hier zu finden




aDonnerstag 16:00 Ankunft und Bungalow besichtigen, 10 Minuten später werfen sich Rowby, Bernhard und Boris in den See.



Donnerstag 17:00 Alle 4 gehen Dartspielen, sie sind dann bis zum späten Abend nicht mehr vom Board zu trennen.



Donnerstag 23:00 Salim hat die Balkontüre offen gelassen und 1 Zimmer muss wegen akuter Insektenkummulation hermetisch abgeriegelt werden. Das noch sichere Ausweichquartier ist 1,40m lang und nennt sich Wohnzimmercouch, einer muss wohl.



Donnerstag 00.30 Bernie und Rowby sind endlich fertig mit ihrer, wer wird früher Weltmeister Diskussion, und träumen bereits von ihren Dienstautos.



Freitag 20:30. Ein heisser und anstrengender Tag neigt sich dem Ende zu und wärend die Burschen alle bereits bei ihrem verdienten Abendessen sitzen, oder korrekt ausgedrückt erschöpft am Tisch lümmeln, müssen die verbleibenden Mädchen noch einmal an das Board und 2 KO Runden absolvieren. Wer dachte dass ein Springcup eine Belastung darstellt der sollte sich einmal bei 35 Grad in eine kaum belüftete Halle quetschen und dort von 9:30 bis 20:30 3 Bewerbe lang Dart spielen. Salim und Marco liegen jedenfalls vollkommen verausgabt im Bungalow und überlegen ob sie sich zum Abendessen überhaupt noch aufraffen können. Rowby und Bernhard haben es gerade noch in das Hallenbad geschafft, böse Zungen behaupten jedoch dieser Energieanfall hätte etwas mit einem nicht näher bekannten Mädchenteam zu tun



Das Dartspiel an sich wurde heute Freitag neben Trinken, Fächern und Schweisswischen schon fast zur Nebensache degradiert, dennoch taten die ehrgeizigen Teammanager ihr Bestes die gierenden Augen der Jugend vom lockenden kühlen See fernzuhalten und auf die Scheibe zu richten. Bernhard, sichtlich enttäuscht darüber dass er hier in Deutschland nirgends eine Wuwuzela kaufen konnte avancierte zu Mister No-Leg-Bernie, hatte sichtlich seinen Spass am Spiel - ja, den hatten dann auch die Gegner mit ihm. Salim, leicht geschockt von dem tollwütig einspielenden holländischen Gegner, beschloss die Sache ebenfalls mit Humor zu nehmen und machte ein ordentliches Spiel dass er sogar mit einer 180 und 3 Checkdarts krönen durfte wärend Mister Warm-Up-Champion im Spiel natürlich keine 180 traf. Ein machbares und somit schweres Los ergab sich für Marco, der es mit einem ebenbürtigem Gegner aus Irland zu tun bekam. Das abwechslungsreiche Spiel steigerte sich bis zum 2:2 Nervenkitzel mit leichten Vorteilen für den Gegner. Das 5. Leg wurde zum Klassiker mit allem was halt so zu einem 5.Leg dazugehört, jedenfalls hatte Marco schlussendlich den souveränen Dart der mit Doppel 32 das Leg schloss und ihm und uns erstmals einen Sieg bescherte. (Also wirklich und ganz ehrlich - der war MITTEN DRINNEN.) Das mit dem ersten Sieg stimmt nicht ganz, denn in der Zwischenzeit kam Rowby vorbei, grinsend, und mit einem - na Cool 3:0 - Statement bevor er sich anschickte Marcos Finish Varianten zu dirigieren. Rowbys nächster Gegner aus Deutschland hatte mit 15,15,17 sein Pulver unnötigerweise in der ersten Runde verschossen, jedenfalls kam Rowby dann wieder zurück mit einem - na cool 3:0 Statement, diesmal noch gewürzt mit dem Beisatz - na keine Chance. Verlässliche Augenzeugen berichten dass Rowby mit so ca. 3x18 wirklich unglaublich gespielt hat - der Grinser hatte also seine Berechtigung. Marco, der, natürlich nur wegen der Hitze, nach seinem Sieg mehr fertig war als wärend des Spiels konnte in seiner Euphorie sogar noch ein recht ordentliches Zweitrundenspiel absolvieren. Sein Gegner am Board ein junger lustloser Scorekiller aus Belgien (Huybrecht Clan) wusste nichts von Marcos Hochform und erledigte unbeeindruckt sein Handwerk mit einem 3:0 Sieg. Die Kurzform dafür lautet: Bumm, bumm, bumm, check.



Es ist 21:30 und die Mädchen werden gerade zu ihren letzen Spielen aufgerufen. Ist das meine bereits reduzierte Sehkraft oder wanken die da bereits ein bisschen .... Salim und Marco haben es zum Abendessen geschafft und verlegen ihren Lümmelplatz von der Lounge in die Spielhalle. Apropos Zwischenstand: Hier gibts einen Resultatbeamer, der hat aber nach 10min wegen Überhitzung den Geist aufgegeben. Interessierte seien auf die DDV Website verwiesen, der online Journalismus klappt meistens besser als jedes Turnschuh Zettel Netzwerk.



In Runde 3 musste Rowby gegen einen Iren antreten. Das Spiel dass anfänglich, also nach 12 Darts, schon gelaufen schien wurde dank Rowby Entscheidungsschwäche, sprich: Soll ich hoch scoren und nicht checken oder besser schlecht scoren und hoch checken (die ewige Sinnfrage des Dartspiels) dann doch noch zu einer, aus unserer einseitig begrenzten Sicht, unnötig spannenden Partie mit glücklichem Ende.



In Runde 4 der letzen 8 musste Rowby dann gegen einen alten Bekannten aus Ungarn antreten der schon wusste dass er gegen Rowby sein Handwerk ernst nehmen musste. Ebenso konzentriert fand Rowby seine Antwort auf oben stehende Sinnfrage und verbuchte den ersten Satz kurzerhand mit 18 und 21 Darts. Der Ungar war nun sichtlich vollends erwacht und konterte mit 17,17 im 2. Satz. Nachdem der Ungar den 3. Satz wieder mit 17 eröffnete fand Rowby zu seinen Scores zurück und konnte das 2. Leg offen halten und mit 15 Darts auf 40 Rest stellen. Solid 5, mittig 3 und Draht D16 sollten unsere letzten Darts im Single sein denn sein Gegner liess sich dieses Spiel nicht mehr nehmen und beendete auch dieses Leg mit 18 Darts.



Rowby und Marco begannen ihren Doppelauftritt erst im 2.Leg, dann gabs aber einen ungefährdeten Sieg gegen die Norweger nicht zu letzt Dank der schnellen Checkdarts von Marco. Das anschliessende Spiel gegen Holland fand auf einer schiefen Ebene statt, da hätte es leider schon sehr viel mehr gebraucht um die beiden grossartig aufspielenden Jeffrey zu stören. Speziell nachdem Marco das 2.Leg für Österreich holen konnte erwachten die Beiden vollständig und mauerten 2x mit 12D auf das Doppel runter, naja sie habens dann auch verdient gewonnen (Finalschnitt 27 !!).



Etwas Wartezeit später, dann noch etwas Wartezeit aber letztlich doch noch fast pünktlich beginnt der Teambewerb, das Highlight jedes EuroCups. Gegen Iren verliert man nicht haben Marco und Rowby geschworen und auch heute schon bewiesen. Genauso forsch beginnen wir unser Spiel und anfänglich klappts ausgeglichen zum 3:3. Dann war aber Schluss und wir bekamen saures mit einem 9:3 wobei wir in den ausständigen 6 Legs nicht wirklich mitkamen. Unsere nächsten Gegener aus Schweden, immerhin Gesamtsieger 2009, hatten gerade ein böses Package von den Briten kassiert und wollten ihren Frust an uns auslassen. Das hat die ersten 4 Legs auch gut funktioniert doch dann kam Salim Ahmed mit einem 18 Darts Energieanfall und zündete den Funken zur Gegenwehr. Sogar Mr. No-Leg-Bernie liess sich anstecken, fand zu seinem Spiel zurück und mit einer tollen Teamleistung gelang die Aufhohljagd zum 8:6. Endlich bekam Rowby sein Duell mit dem stärksten Schweden und auch Bernhard war entschlossen den Gleichstand herzustellen. Beide gingen druckvoll ans Werk und erreichten ihre Finishzahlen vor den Schweden. Ein kurzer Blick zu Bernhards Topsversuch, schon habe ich Rowbys Check verpasst ... und dann die Chance - Bernhard mit 12 Darts, erst D20, dann D10 - D5 dann 1 und D2. Ah es sollte nicht sein, wir verlieren mit 9:7. Das abschliessende Match gegen England ist nur Formsache, trotzdem wollen wir uns hier gut verabschieden und nichts herschenken. Alle reissen sich nochmals zusammen und auch das kompakte enlische Team muss erkennen dass sie Österreicher nicht so einfach abschiessen können (3x Rowby, 1x Salim) führt zum Endstand von 9:4.



Am Samstag waren wir ja leider zur Zuschauerrolle degradiert und verbrachten den Tag so wie alle anderen abwechselnd mit Zuschauen, Hallenbad und See. Nach den hochgradigen Semifinale wurde das Damenfinale (RU vs. RU) zum lustlosen internen Shootout, ansonsten gabs aber Darts vom Feinsten. Sehr gelungen und auch spannend das Teamfinale, das auch über den Gesamtsieg entschied. Die Briten konnten ihren anfänglich erzielten 3:0 Vorsprung knapp ins Ziel retten.



Das Abschlussessen und die Präsentation wurde in Kurzform abgewickelt, irgendwie war auch dem Gastgeber klar dass das pararell stattfindende Finalspiel der Deutschen Elf im fernen Afrika sehr auf die Nerven der ungeduldig wetzenden Jugendlichen drückte. Nach dem Abpfiff fand sich dann die Belegschaft wieder im vereinsamten Saal ein um gemeinsam drinnen und mehr draussen bis in die Morgenstunden Disco, Disco, Vollgas zu geben.



Die Heimfahrt heute Sonntag war sehr ruhig, die ersten Lebenszeichen gabs bei Regensburg. In Passau vollendst erwacht wurde dann die neu erstanden Dartscheibe bei der Handbremse positioniert und Benhard und Salim lieferten sich ein Spielchen aus der 3.Reihe. Nachdem Bernhards D1 Marker in der Schulter des Beifahrers landete musste die Wurfdistanz auf 20cm verkürzt werden.



Der Tenor lautet auf jeden Fall: Wir kommen wieder und nächstes Jahr in Aberdeen sind die Karten für alle Nationen wieder neu gemischt und wer kann schon wissen was da passieren wird.



 
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